Serie III

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Die Serie III löste 1971 die Serie IIa ab.

Serie III 88"

Geschichte

Als letzte Version der Serie Fahrzeuge, mit weitestgehend unveränderten technischen Merkmalen seit der Serie I, dem Ur-Land Rover, kam im September 1971 die Serie III auf den Markt und löste somit die Serie IIa ab. Sie sollte, trotz des Nachfolgers 110er (One-Ten), bis 1988 vom Band laufen. Es kam jedoch anders, da der neue 110 alle Erwartungen übertraf. 1985 war Schluss.

Entwicklung und Prototypen

Die Idee zu einem neuen Land Rover gab es schon länger, 1965/66 wurden bereits Entwürfe gefertigt. Doch selbst als in vielen Ländern vorgeschrieben wurde, dass die Scheinwerfer sich nun aussen auf den Kotflügel befinden müssen, wurde die Gelegenheit nicht genutzt, dem Land Rover ein neues Gesicht zu geben. Man setzte diese Regelung zwar 1969 in dem aktuellen Modell, der Serie IIa um, aber der Schritt zur Serie III wurde nicht gemacht. Erschwerend kam hinzu, dass viele Ressourcen für das Range Rover Projekt abgezogen wurden. So z.B. auch Geoff Miller, der bis Mitte der sechziger Jahre als Projektingenieur in der Abteilung für die Basisfahrzeuge tätig war. Er wurde von Bill Morris abgelöst. Sein Auftrag wurde es, eine Reihe von Verbesserungen in die Serie IIa einfliessen zu lassen und das Ergebnis dann Serie III zu nennen.

Eine Forderung von Land Rover war aber auch ein optisch verändertes Fahrzeug zu bekommen, was sich im Wesentlichen in dem neuen Kühlergrill niederschlug. Das nun erstmals aus Kunststoff gefertigte Teil stieß jedoch nicht überall auf Gegenliebe, wurden die alten aus Metall doch bisher oft zum Grillen über offenem Feuer genutzt. Diese neue Frontpartie änderte sich dann noch einmal, als der V8 Motor in den Wagen verpflanzt wurde. Seit dem ist die Fronpartie bündig und der nun schwarze Kühlergrill ist nicht mehr eingezogen.

Zu Anfang wurden die Motoren der Serie IIa weiterverwendet. Dies waren die 2,25 L Benzin und Diesel Motoren und der 6-Zylinder 2,6 Liter Benziner als Option für die 109" Modelle. Letzterer wurde 1979 durch den V8 ersetzt. Zunächst nur für den Export, ab 1980 dann auch für den britischen Inlandsmarkt. Im selben Jahr wurden dann die 2,25 L Motoren überarbeitet.

Das Getriebe war von Anfang an voll-synchronisiert und vom gleichen Typ, wie es einige der letzten Serie IIa Fahrzeuge für den Inlandsmarkt hatten. Weitere Änderungen waren neuen Salisbury Hinterachsen für die 109" Modelle und die 4-Zylinder Benziner bekamen die gleiche Kupplung wie die der 6-Zylinder und Dieselfahrzeuge. Nach wie vor wurden Trommelbremsen, jedoch mit verbesserter Hitzeabführung, eingebaut. Die 4-Zylinder SW Modelle bekamen eine Servolenkung.

Viele Änderungen, die die Serie III durchlief, wurden durch das Stage 1 Projekt ermöglicht.

Eine interessante Tatsache ist es auch, dass in Afrika sich viele Serie III mit Teilen vom späteren 110 finden. Als Anfang der 1980er Jahre die Land Rover in Afrika teurer wurden und die billigere japanische Konkurrenz Marktanteile ergatterte, legte Land Rover ein Erneuerungsprogram in speziellen Werkstätten auf. Ältere Serie III Wagen konnten dort zurück gegeben werden und diese wurden dann zu einem günstigen Preis runderneuert. Es wurden sowohl neue Serie III' Teile als auch Teile des 110 dazu verwendet.

Eine neue Ära beginnt

Die Serie III markiert in der Geschichte Land Rovers einen wichtigen Punkt. Sie war einerseits das letzte Modell aus der Reihe der erfolgreichen Serien (I/II/IIa) und beendete die Ära so mancher Technik, wie die der Blattfedern. Sie übergab aber auch etliches an die nachfolgenden Fahrzeuggenerationen. Das Antriebskonstrukt aus Motor, Getrieb, Untersetzungsgetriebe mit Abtrieb auf beide Achsen, der Rahmen, die modulare Bauweise der Karosserie und auch ihre Form.
Andererseits war die Serie III das erste Modell, in dem wichtige Neuerungen umgesetzt wurden, die auch für viele Jahre in die neue Generation von Fahrzeugen, dem One-Ten, Ninety und dann dem Defender übernommen wurden und die die Zukunft dieser Reihe sichern sollten. Da wäre der High Capacity Pick-Up (HCPU) um sich der zunehmenden Konkurrenz aus Japan entgegen zu stellen. Da wäre der Stage 1 mit dem V8 Motor und sein permanenter Allradantrieb. Trotz der Leistungsreduzierung in der Serie III, aufgrund der immer noch verwendeten Trommelbremsen, gab dieser dem Wagen genug Kraft um auch auf der Straße eine angemessene Leistung zu bieten. Auch die 1982 eingeführten Sitze, in drei Richtungen verstellbar und mit Stoffbezügen machten den Wagen wieder ein Stück komfortabler. Er wurde neuen gesetzlichen Forderungen aus aller Welt gerecht. Dazu zählte z.B. eine Zweikreis-Bremsanlage und ein gepolstertes Armaturenbrett mit den Instrumenten direkt vor dem Fahrer und nicht mehr in der Mitte.

Die Modelle

Der Serie III 88-inch

Mit vollsynchronisiertem Getriebe.

Der Serie III 109-inch

Wie das 88-inch Modell und bis 1980 mit dem Serie IIa 6 Zylinder Motor, der dann von dem Stage 1 V8 abgelöst wurde.

Der Serie III 88-inch V8

1980 wurden 2.588 88" V8 für eine Bestellung der jamaikanischen Polizei gebaut. Der Auftrag wurde storniert und die Fahrzeuge wurden primär in Trinidad und Tobago abverkauft.

Der Serie III 109-inch V8

Um die Kraft des V8 Motors aufzunehmen, wurde in den Serie III Modellen mit diesen Motoren das LT95 Getriebe verbaut. Um sich beim Range Rover stärkere Achsen zu sparen, erforderte dieser eine permanente Verteilung der Antriebskraft auf alle Achsen und somit den permanenten Allradantrieb. Mit dem V8 Motor bekam auch die Serie III dieses Getriebe und somit auch den permanenten Allradantrieb und ein sperrbares Mitteldifferential.

Zivile Modelle

  • III 88-inch
    Gebaut von 1972 bis 1984.
  • III 109-inch
    Gebaut von 1972 bis 1984.
  • III 109-inch V8 (Stage 1)
    Gebaut von 1979 - 1985

Miltär

  • III 3/4-ton (109-inch)

Behörden

Bundesgrenzschutz

Der deutsche Bundesgrenzschutz setze ebenfalls Land Rover ein.Zum einen war dies der Tempo Lizenzbau und zum anderen Serie IIa und Serie III Modelle.

Technik

Motoren

Motor Hubraum Zylinder Kraftstoff Leistung Drehmoment Bemerkung
2,25 L Benzin 2,25 L 4 Benzin 51 kW (70 PS) bei 4.250 U/min 163 Nm bei 2.500 U/min stammt aus Serie II
2,25 L Diesel 2,25 L 4 Diesel 44 kW (60 PS) bei 4.000 U/min 139 Nm bei 1.800 U/min
2,6 L Benzin 2,6 L 6 Benzin 61 kW (84 PS) Bei 4.500 U/min 173.35 Nm bei 1.500 U/min
Rover-V8 3,5 L 8 Benzin 66 kW (91 PS) bei 3.500 U/min 225 Nm bei 2.000 U/min Ab 1980 für den 6-Zylinder

Literatur

  • Nick Dimbleby: Das grosse Land Rover Buch. Heel, Gut Pottscheid 2008, 978-3-89880-946-7.
  • Sonderheft zur Serie III 40 Years of the Serie III, Land Rover Monthly